Msg-Shaker


Erstellt: 2009-06-25Letzte Änderung: 2009-12-20 [vor 7 Jahren, 7 Monaten, 8 Tagen]

Msg-Shaker Ein handliches Gerät, das beim Schütteln im Dunkeln eine Nachricht in der Luft hinterlässt.

Ich habe zugegebenermaßen keine Ahnung, wie man dieses Ding nennen soll, auch wenn ich etwas derartiges bereits vor längerer Zeit auf einer anderen Website gesehen habe.

Daher nenne ich es erst einmal Msg-Shaker ("Nachrichten-Schüttler").
Das Gerät befindet sich immer noch im Bau und ist bei weitem noch nicht ausgereift.

Funktionsweise

Schüttelt man das Gerät gleichmäßig von links nach rechts und zurück (meistens ist die Bahn leicht gebogen), so kann ein AVR (ATtiny84) aus den Signalen eines Neigungsschalters die Periodendauer der Bewegung errechnen und zum richtigen Zeitpunkt die entsprechenden Bildpunkte einer blauen LED-Zeile setzen.

Durch die Trägheit der optischen Wahrnehmung des Menschen resultiert daraus der Eindruck einer in der Luft schwebenden Schrift.

Zum aktuellen Entwicklungszeitpunkt ist der Schriftzug statisch, aber auch Animationen sollten sich in Software leicht realisieren lassen.

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Probleme

Damit ein flüssiges und ausreichend helles Bild in der Luft entsteht, muss der Schriftzug zweimal gezeichnet werden; einmal vorwärts bei der Bewegung nach rechts und einmal rückwärts bei der Bewegung nach links.

Ein perfekt lesbarer Schriftzug entsteht also nur, wenn Hin- und Rückbewegung genau gleich lang sind, sich beide Bilder also perfekt überlagern. Das ist in der Praxis leider nicht so einfach und Übungssache, weshalb das entstehende Bild des Schriftzugs nicht immer gut lesbar erscheint.

Der verwendete Neigungsschalter meldet dem AVR nur den Zeitpunkt, an dem eine komplette Bewegungsperiode erfolgt ist. Daher teilt die Software die so gemessene Periodendauer durch zwei und nimmt dadurch an, dass Hin- und Rückbewegung genau gleich lang sind, was eben zum oben geschilderten Problem führt.

Besser wären hier zwei entgegengesetzt ausgerichtete Bewegungssensoren für jeweils eine der beiden Bewegungen. Hier stellt sich jedoch die Frage nach der Beschaffung; ich weiß nicht, wo ich heutzutage noch kleine Neigungsschalter herbekomme. Tipps nehme ich gerne entgegen!

Natürlich kann man auch ein Accelerometer verwenden, was ich bei diesem Projekt allerdings für Overkill halte.

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Fotos

Ein alter Neigungsschalter - vermutlich mit Quecksilber; das Ding ist allerdings vergossen, sodass ich es nicht genau weiß - wurde so zurechtgeschnitzt, dass er in eine Mentos-Dose passt.

(Die Mentos-Dose lässt sich nach Abziehen der Etikette übrigens perfekt mit WD-40 vom Kleber reinigen. Die Vier S (Spüli, Spiritus, Stahlwolle und Scheuermilch) versagten dabei leider kläglich.)

Dann wurde aus sieben blauen LEDs eine LED-Zeile gebaut und mit ausreichend langen Kabeln versehen, damit man das Ding in der Entwicklungsphase auch ausreichend herumschütteln kann. Diese Zeile wurde dann ebenfalls in der Dose untergebracht.

Mit Paketband und einer "helfenden Hand" wurde das Steckbrett während der Entwicklung auf dem Desktop fixiert, damit nichts abfliegt.

Nach abgeschlossener Entwicklung muss die Schaltung auf dem Steckbrett (AVR und Vorwiderstände der LEDs) natürlich auf eine Platine und dann mit in die Mentos-Dose gebracht werden. Die Dose ist groß genug, um später drei AAA-Batterien zu halten.

Hier wird der Text "Abitur" geschüttelt. Die Kamera hat leider ihre Schwierigkeiten, das vom Auge wahrgenommene gut festzuhalten. Erhöht man die Belichtungszeit, so erscheint das Bild sehr verschwommen.


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Weitere Gedanken

Zwei weiterentwickelte Varianten von POV-Displays finden sich hier:

MonkeyLectric "Full Color Persistence of Vision" Bike Wheel Video Display
WavyWand Virtual Display

Sehr nachbauwürdig. :-)

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