Midi-SGTC 1


Erstellt: 2005-03-05Letzte Änderung: 2008-07-21 [vor 9 Jahren, , 29 Tagen]

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Aufbau

Bislang meine "größte" funktionierende Teslaspule. Zugegeben - der Output ist nicht so super toll für diese Größe. Aber Spaß gemacht hat der Bau allemal. Die Effizienz hätte mit Sicherheit noch gesteigert werden können, wenn beim Primaryhalter statt Holz Plexiglas zum Einsatz gekommen wäre. Naja - schön sieht es aber aus. ;-)

Das waren noch Zeiten, mit dem Tesla unter meinem alten Hochbett im alten Zimmer: :-D
Animation

Technische Daten

Frequenz der Schwingkreise: 311,72 kHz (rein rechnerisch)
Stromversorgung: 4 parallele OBITs, 10 kV, max. 86 mA (860 W)
Primärkapazität: ca. 20 nF
12 Leydener Flaschen parallel
Verwendete Flaschen: Be**ers Bester / 1 L Apfelsaftflaschen
Primärspule: Unterer Durchmesser 18 cm
Draht: verzinkter Stahldraht 2 mm
15 Windungen insgesamt, 6 Wdg. abgegriffen
Lücke zwischen Windungen: 5 mm
65° Wicklungswinkel
Kopplung: 15,8% (rein rechnerisch)
Sekundärspule: Durchmesser 75 mm, Abflussrohr
Wicklungslänge 30 cm
Draht: CuL, 0,30 mm
1000 Windungen
Torus: Aluflexrohr, 10 cm Durchmesser
Außendurchmesser 24 cm

Entladungen

Entladungen Entladungen Entladungen Entladungen Entladungen Entladungen
(Zum Vergrößern draufklicken.)

Ungefähr 15 cm Blitze mit normalen Torus und über 20 cm mit größerem Torus. Allerdings sind die Streamer beim größteren Torus sehr langweilig. (Nicht sehr spannend...haha - Wortspiel! ~_~)

Die Sekundärspule habe ich mit ein paar Lagen Auto-Klarlack (bis 300 °C hitzefest) eingesprüht. Das verhindert aber leider nicht, dass trotzdem hin und wieder Blitze ihr Unwesen auf der Sekundärspule treiben...

Aufbau

Als Stromversorgung dienen 4 Parallele OBITs (Ölbrennertrafos). Sie liefern zusammen 10 kV bei maximal ca. 86 mA (860 W)

Die Teslaspule in all ihrer hölzlichen (ist mir egal, ob das ein Wort ist oder nicht xD) Pracht und im Größenvergleich.

Mithilfe dieser Holzapparatur entstand die Secondary:


Die Bauzeit von Primary+Secondary betrug insgesamt ca. 12 Stunden. Vier Stunden fürs Wickeln (natürlich nicht am Stück :-P), und den Rest um den restlichen Krempel herzustellen, anzubauen und teilweise wegzuschmeißen...

Dann noch einen Tag, an dem ich die Trafos besorgt habe und den Rest der Woche fürs optimieren der Spule und Herstellen neuer Leydener Flaschen. Die ersten Flaschen waren nämlich aus Plastik und sind allesamt durchgeschlagen. Die zweiten - diesmal aus Glas und mit jeweils einem Schuss Pflanzenöl in der Flasche als zusätzliche Isolierung - hielten dann auch.

Das Befestigen der Komponenten verlief nach bewährtem Schema: 60% Holz / 40% Heißkleber. xD An dieser Stelle nochmal Danke an meinen Vater, der mir damals die Holzteile zurechgesägt hat. :-)

Kondensatoren

Zu allererst wollte ich einen selbstgebastelten MMC als Kondensator benutzen, dieser ist allerdings teilweise gleich beim ersten Versuch hochgegangen.

Selbstgebaute Wickelkondensatoren waren mir zu umständlich, also habe ich mich für Leydener Flaschen entschieden. (Tesla persönlich hat auch nur Leydener Flaschen benutzt - gab ja nichts anderes... :-P)

Herstellung einer ordentlichen Leydener Flasche:
  1. Flasche bis zum Halsansatz mit Alufolie umwickeln.
  2. Flasche mit gesättigter Salzlösung auffüllen.
  3. Oben aufs Salzwasser noch ein paar cm Olivenöl geben - zur Isolierung.
  4. Ein längeres Stück Draht - z.B. eine Fahrradspeiche - durch den Deckel in die Salzlösung tauchen.
Beim ersten Betrieb dieser Teslaspule habe ich noch PET-Flaschen verwendet. Allerdings sind mit der Zeit alle durchgeschlagen.

Danach benutzte ich 12 Apfelsaftflaschen aus Glas, was ganz gut funktionierte. Die Einzelkapazität einer Glasflasche ist lediglich leicht geringer als die einer PET-Flasche.

Funkenstrecke

Als Funkenstrecke dienen 6 Kupferrohr-Abschnitte, in ca. 1 mm Abstand auf ein Holzbrett (Memo an mich selbst: "Holz leitet; in Zukunft Plexiglas verwenden!") geschraubt. Das ergibt dann 5 Lücken. Tests mit nur einer Lücke verliefen absolut negativ. Die Funkenstrecke ist eine entscheidende Komponente bei Teslaspulen!

Stromversorgung

Als Stromversorgung dienen 4 parallelgeschaltete OBITs (Ölbrennertrafos). Man bekommt meistens mehrere kostenlos beim Klempner/Heizungsbauer geschenkt. Ich persönlich habe sie jedenfall hinterhergeschmissen bekommen. :-P

Ein OBIT alleine hat meist eine Ausgangsspannung von 10kV und kann um die 25mA liefern.
Beim Parallelschalten muss unbedingt darauf geachtet werden, dass alle Trafos die gleiche Ausgangsspannung haben, ansonsten werden die schwächeren Trafos von den stärkeren gegrillt.

Desweiteren ist darauf zu achten, dass bei Parallelschaltung die Phasen der Sekundärspulen stimmen. Das heißt, wenn ihr an zwei parallelen OBITs keinen Output habt, müsst ihr die Ausgangspole von einem der beiden Trafos vertauschen.

Warnung! OBITs dürfen nur maximal 1 Minute ununterbrochen laufen, dann müssen sie für mindestens 2 Minuten abkühlen. Alles andere kann in gefährlicher, thermischer Selbstzerstörung der OBITs enden.

Spulen

Dazu bleibt eigentlich nicht viel zu sagen. Oben in der Tabelle finden sich alle wichtigen Informationen zu meinen Spulen.

Information Die Primärspule etwas größer als eigentlich nötig dimensionieren. Wenn man dann mal die Primärkapazität verkleinert, muss man nicht extra eine neue Primärspule wickeln, sondern kann die benötigte Windungsanzahl mit einer Klemme abgreifen.

Beim Testen ist es - natürlich bei abgeschalteter Stromversorgung - ratsam, einfach alle Primärwindungen einmal durchzuklingeln. Wenns den größten Output gibt, hast du die richtige Windung getroffen.

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